Karlsruhe ist eine typische Studierendenstadt mit rund 300.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Damit ist Karlsruhe zwar keine Großstadt wie Hamburg, Berlin oder Köln, aber eine echte Unistadt – und hat deshalb einiges zu bieten.
Im Stadtzentrum befindet sich der Hauptcampus des KIT und ist damit von überall gut zu erreichen. Auch die anderen Hochschulen liegen in Zentrumsnähe. Mit der Straßenbahn fährst du in der Regel nicht länger als 20 Minuten, egal, wo du wohnst. Die meisten Studierenden wohnen ohnehin in den zentraleren Stadtteilen.
Das Straßenbahnnetz in Karlsruhe gehört zu den besten in Deutschland. In der Innenstadt fahren kaum Busse, und du kommst wirklich an viele Orte mit der Bahn. Es gibt die KVV-App und die ÖPNV-App, mit denen du in Echtzeit sehen kannst, wann die Bahn kommt. Das klappt in den meisten Fällen sehr gut. In den Tunneln gibt es zwar eine Sprachansage, diese ist aber leider nicht immer verlässlich. Deshalb ist eine App als Backup sinnvoll.
Ansonsten hat die Stadt viele Parks, in denen du im Sommer mit deinen Freundinnen und Freunden entspannen kannst. Der bekannteste ist der Schlosspark. Da er direkt an den KIT-Campus anschließt, sind dort immer viele Studierende unterwegs.
Kneipen, Restaurants und Bars gibt es in Karlsruhe eine Menge. Die bekannteste Studierendenkneipe ist der Oxford Pub. Dort bekommst du zu studentischen Preisen Burger, Pommes, Spätzle und auch ein leckeres Kellerbier.
Wenn du gerne feiern gehst, gibt es in Karlsruhe ebenfalls einige Möglichkeiten, zum Beispiel die Stadtmitte, die Marktlücke oder das Argo. Dort findet donnerstags der sogenannte „DonnerstArgo" statt. Der Gotec Club ist deutschlandweit als Techno-Club bekannt. Falls du Techno magst, bist du dort richtig.
Bei größeren Clubs oder Konzerten ist Karlsruhe nicht ganz so stark aufgestellt. Dafür sind andere Städte schnell erreichbar: Stuttgart erreichst du mit dem Regionalzug in etwa einer Stunde, Heidelberg in etwa 40 Minuten und Frankfurt mit dem ICE in etwa einer Stunde.
Taktiler 3D Campusplan
Im Studierendenraum steht auf einem Tisch ein taktiler 3D Campusplan, der dir helfen soll, eine Vorstellung vom Unigelände zu bekommen.
Ich beschreibe dir den Campus hier in ein paar Worten, damit du ungefähr ein Gefühl für das Gelände bekommst.
Grob gesagt ist der Campus wie ein Rechteck aufgebaut. Die langen Seiten liegen oben im Norden und unten im Süden. Die kurzen Seiten liegen links im Westen und rechts im Osten.
Entlang der oberen Kante im Norden grenzt der Schlosspark an den Campus. Oben links, also im Nordwesten, liegt das Schloss.
Entlang der unteren Kante im Süden verläuft die Kaiserstraße. An der unteren linken Ecke, also im Südwesten, liegt der Kronenplatz. An der unteren rechten Ecke, also im Südosten, befindet sich das Durlacher Tor. Sowohl am Kronenplatz als auch am Durlacher Tor fahren oberirdisch und unterirdisch Straßenbahnen.
Entlang der westlichen Kante verläuft vom Kronenplatz bis zum Schloss die Waldhornstraße. Entlang der östlichen Kante verläuft der Adenauerring.
Auf dem Campus gibt es eine Straße, die die Hauptachse bildet. Sie verläuft von der oberen linken Ecke, also vom Schloss, bis etwa zur Mitte der rechten Kante im Osten. Dort trifft sie auf den Adenauerring.
An dieser Kreuzung befinden sich das InformatiKOM 1, das InformatiKOM 2 mit access@KIT, die Bibliothek und die Mensa. Weiter Richtung Schloss liegen oberhalb der Hauptachse unter anderem der Audimax, die Chemiehochhäuser und die Physik. Unterhalb der Hauptachse sind viele Ingenieurfächer, die Mathematik und weitere Fachbereiche angesiedelt.
Die Sportanlagen liegen an der oberen Kante im Norden und grenzen an den Schlosspark. Von der Hauptachse gehen mehrere Straßen nach Norden und Süden zu den anderen Gebäuden ab.
Damit du ein Gefühl für die Größe bekommst: Von Westen nach Osten läuft man zu Fuß etwa 15 Minuten. Von Süden nach Norden sind es ungefähr 10 Minuten.
Auf dem Campus selbst fahren nur wenige Autos, da man dafür eine Berechtigung braucht. Dafür gibt es umso mehr Fahrräder und E-Scooter auf den Straßen.
Ich hoffe, du hast dadurch einen ersten Eindruck vom Campus bekommen.
Orientierung und Mobilität
Hier kommt noch Text hin.
Wohnheime
Im Studium wohnen viele Studierende in Wohnheimen oder Wohngemeinschaften (WGs). WGs zu finden ist allerdings schwierig, wenn man neu in der Stadt ist. Daher wohnen viele zunächst im Wohnheim und begeben sich dann auf die WG-Suche oder finden über Kontakte eine WG.
Falls du eine WG suchen möchtest, ist hierfür WG-Gesucht zu empfehlen: wg-gesucht.de
Ansonsten folgen weiter unten Infos zu Wohnheimen, um dir bei der großen Auswahl zu helfen.
Institutionen für Wohnheime
Es gibt mehrere Institutionen, die Wohnheime anbieten. Hier eine Auswahl von drei Stück:
Das Studierendenwohnheim des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) e.V. Die Liste der Wohnheime findest du hier: studentenwohnheim-ev.de
Das Hans-Wolfgang-Heidland-Haus bietet ebenfalls Zimmer an: weechstrasse.de
Falls du dich für eines dieser Wohnheime interessierst, kannst du dich dort bewerben. Personen mit einer Beeinträchtigung werden oftmals bevorzugt behandelt. Schicke also wenn möglich bei deinem Wohnheimplatzantrag einen Nachweis deines Schwerbehindertenausweises mit. Ganz wichtig: Du solltest dich früh bewerben, also rund 5 bis 6 Monate vor Studienbeginn, wenn du gute Chancen haben möchtest. Wenn du Wünsche hast, etwa kleine Appartments mit wenigen Mitbewohnern, gib das mit an – gegebenenfalls kann das berücksichtigt werden.
Besonders gut geeignete Wohnheime für blinde Studierende
Bei der großen Auswahl an Wohnheimen ist es schwierig und zeitaufwendig, das passende Wohnheim für dich herauszusuchen.
Gerade wenn du blind bist, sind Faktoren wie eine gute ÖPNV-Anbindung und Lebensmittelgeschäfte mit dem Angebot einer Einkaufshilfe besonders interessant (Edeka, Nahkauf, Rewe und Scheck-in Center).
Aber auch Faktoren wie Zentrumsnähe, Universität in Fußnähe und mehrere Bahnlinien an der Bahnhaltestelle können relevant sein. Denn gerade bei Straßenbahnbaustellen kann dies Gold wert sein.
Nach diesen Kriterien habe ich Steckbriefe für Wohnheime zusammengestellt, die für dich als blinde oder sehbehinderte Person interessant sein können. Wohnheime, die zwar eine Bahnanbindung haben, aber recht weit außerhalb liegen, habe ich aussortiert.
Meine Empfehlung
Alle Wohnheime, bei denen die Bahnhaltestellen Kronenplatz und Durlacher Tor – KIT Campus Süd dabeistehen, eignen sich super, wenn du am KIT studieren möchtest. Auch, weil von dort die Anbindung zur Innenstadt und zum Bahnhof perfekt ist. Dort fahren fast alle Linien vorbei und du bist auch für Freizeitaktivitäten super angebunden.
Falls du genaue Fahrzeiten wissen möchtest, kannst du dir im App Store die KVV-App für den Nahverkehr in Karlsruhe herunterladen. In der App gibt es unten einen Reiter „Verbindungen". Dort kannst du entspannt Start- und Zielort eingeben. Bei Zielort würde ich entweder Kronenplatz oder Durlacher Tor – KIT Campus Süd eingeben. Die beiden Haltestellen liegen nur eine Station voneinander entfernt und befinden sich an den beiden südlichen Enden vom Campus. Eine genauere Beschreibung findest du beim taktilen 3D Campusplan
Steckbriefe der Wohnheime
Wähle ein Wohnheim aus der Liste. Mit der Tabulatortaste springst du anschließend direkt zu den Detailangaben.
Adenauerring 7
Adresse:
Adenauerring 7, Karlsruhe
Lage / Stadtteil:
Direkt auf dem KIT Campus Süd, im Studentenhaus des Studierendenwerks.
Entfernung zu Unis:
Direkt am KIT Campus Süd; Mensa, Cafeteria und studentische Einrichtungen im selben Gebäudekomplex.
Bahnanbindung:
Durlacher Tor / KIT-Campus Süd ist relevant.
Lebensmittelgeschäfte:
EDEKA Frischemarkt Kronenplatz, Fritz-Erler-Straße 1–3; Xiong Di Asia Supermarkt unterhalb des EDEKA am Kronenplatz.
Je nach Einschränkung wird es für dich vielleicht nicht möglich sein, jede Sportart auszuüben. Damit du trotz einer eingeschränkten Auswahl eine Sportart machen kannst, die dir gefällt, kannst du dich vor Beginn der Anmeldephase beim Hochschulsport melden. Dort können sie dich für den Kurs anmelden, an dem du gerne teilnehmen möchtest.
Unter der Überschrift „Sportreferate" kannst du die Personen anschreiben, bei denen „Inklusion" als Aufgabenbereich angegeben ist.
Fitnessstudio Walk-in
Auf dem Campusgelände gibt es ein kleines Fitnessstudio. Es ist zwar preislich nicht das günstigste und hat sonntags sowie an Feiertagen geschlossen. Dafür liegt es direkt auf dem Campusgelände. Da es nicht so groß ist, ist es außerdem recht übersichtlich.
Die Leute dort sind sehr nett. Wenn du freundlich fragst, kannst du vielleicht auch eine Begleitperson mitnehmen, zum Beispiel einen Freund oder eine Freundin, mit der du trainieren kannst. Das macht den Einstieg oft einfacher.
Freizeitangebote (Spieleabende)
Magst du gerne Spieleabende? Dann wirst du an der Uni bestimmt Leute finden, die das ebenfalls gerne mögen, bei mir war das zumindest so.